IGS Kurt Schumacher, Ingelheim
QP 2005 – ergänzte und aktualisierte Version
Inhaltsübersicht des QP 2003
- Organisations- und Planungsfelder zur Umsetzung
- Offenes Lernen (OL)
- Beteiligung am PSE-Programm
- Pflichtfach Arbeitslehre (Berufswahlunterricht , BORIS/NetReg)
- Leistungsdifferenzierung und Fördermaßnahmen
- Wahlpflichtfächer
- Oberstufe
- Konfliktbewältigung – Friedenserziehung
- Ästhetisch-musischer Schwerpunkt
- Lesekompetenz
- Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt
- Politik und Gesellschaft
- (Schule und) Elternbeteiligung
- Schülerbeteiligung
- Verbesserung der Qualität von Unterricht – Standards
Auf der Basis des QP von 2003 werden 2005 folgende Änderungen und Ergänzungen festgeschrieben:
Zu 1. Seit dem Schuljahr 2004/2005 nehmen alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 6 verbindlich am Kurs Computerschreiben teil. Die Beherrschung der Tastatur wird mittlerweile als Kulturtechnik gesehen und verdient, Aufnahme in unseren Aufgabenkatalog zu finden. Jeweils 4 Tutoren je Jahrgang 6 werden in der Vermittlung der Lehrtechnik ausgebildet und setzen dies mit ihren Schülerinnen und Schülern im Rahmen des OL-Unterrichts um.
Dadurch frei werdenden Stunden für das entfallende Wahlfach Maschineschreiben/Textverarbeitung werden für Fördermaßnahmen genutzt.
Die intensivere Nutzung der Computerräume für den Fachunterricht führt zur Übung und Anwendung der erlernten Fertigkeiten, diese wiederum erleichtern die fachliche Arbeit am Rechner.
Zu 2. Nach dem ersten Jahr der Beteiligung war festzustellen, dass dieses Programm aufgrund stark belastender organisatorischer Probleme nicht den erwünschten Zuspruch im Kollegium fand. Positiv zu sehen war die durch die Teilnahme verstärkte Kooperation in Kleingruppen, die sich mit der Unterrichtsplanung und Materialerstellung beschäftigten.
Unsere Organisationsform des Methodentrainings bleibt erhalten, allerdings werden wir die Themenschwerpunkte tauschen (Jahrgang 8 „Präsentationstechniken“ als Vorbereitung für die Praktikumsausstellung / Jahrgang 9 Kommunikation:
„Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche“) und die erworbenen Techniken und Methoden im Fachunterricht intensiver nutzen.
Zu 3. Die Resonanz seitens der angeschriebenen Eltern und angesprochenen Schüler in den höheren Klassen ist unterschiedlich. Gerade für die leistungsschwächeren Schüler ist eine Teilnahme sinnvoll, leider finden aber gerade diese Schüler nicht die
Unterstützung/den Rückhalt in der Familie hinsichtlich der Einsicht in Notwendigkeit und Nutzen. Unterstützende Angebote in Form einer AG am Nachmittag werden meist nur als zusätzliche Belastung durch die sowieso ungeliebte Schule verstanden. Eine Chance für eine effizientere Arbeit in der BORIS-AG sehen wir darin, die betroffenen Schüler verstärkt mit der Praxis zu konfrontieren, d.h., sie mit weiteren Praktika (eintägig oder länger) auch zu Lasten von „normalem“ Unterricht auf dem
Weg der Berufsfindung zu unterstützen.
Die Fachgruppe AL hat in Absprache mit der Fachgruppe GL die AL-Stunde in Jahrgang 9 an GL abgegeben. Die GeKo hat diesem Antrag zugestimmt. Hintergrund sind die negativen Erfahrungen mit den zu behandelnden Themen aus dem Bereich Wirtschaftspolitik, deren Vermittlung sehr viele Grundlagen erfordert, die im einstündigen Fach AL nicht zu vermitteln sind. In GL werden die benötigten Grundlagen aber erst in Jahrgang 10 behandelt. Die neueste Geschichte Deutschlands „findet für Abgänger des Jahrgangs 9 bisher unterrichtlich nicht statt.“ Durch Vorziehen der Thematik auf Jahrgang 9 erhalten alle Schüler eine Basisinformation über Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, bevor sie die Schule verlassen. Die von AL abgegebenen Themen werden in Verbindung mit den für GL vorgesehenen Themen mit wirtschaftlichen Gesichtspunkten verstärkt behandelt.
Denkbar ist eine AG „Wirtschaft“ oder gar ein Wahlfach „Wirtschaft“ in 9/10, in dem sich interessierte Schüler intensiv mit wirtschaftlichen Fragen beschäftigen können.
Zu 4. Ein neuer Ansatz (im ersten Hj. Unterstützung der Schüler, die aus einem G-Kurs in 9 in einen E1-Kurs in 10 gekommen sind, im zweiten Hj. Förderung der Schüler im Jahrgang 9, die vermutlich mit einer G-Kurs-Zugehörigkeit in den 10er E1-Kurs wechseln müssen) zeigte nicht die von Schulleitung und Elternvertretung erwartete Akzeptanz seitens der Eltern und Schüler.
Die GeKo stimmte einem Vorschlag zu, weitgehend alle Fördermaßnahmen in der Orientierungsstufe zu nutzen (Nicht „Defizite verringern“ in Jahrgang 8-10, sondern „Defizite in Jahrgang 5/6 wenn möglich gar nicht erst entstehen lassen!“) Die Reaktion der Eltern und Schüler der Orientierungsstufe ist positiv.
Zu 5. Nach wie vor besteht das Problem, dass ein Sch. nach seiner Einwahl in ein WPF dieses bis zum Ende der Sek I behalten muss. Für die Zukunft muss noch einmal darüber nachgedacht werden, ob man ein neues WPF ab Klasse 9 anbietet, vergleichbar zum Fach Wirtschafts- und Sozialkunde an Realschulen. Dies wäre eine gute Ergänzung und Weiterführung der in AL geschaffenen Grundlagen und könnte vor Allem den Sch. nützen, die nicht in die Oberstufe wechseln, sondern in die berufliche Ausbildung gehen.
Zu 6. Sind inhaltliche Ziele und Organisation der Profiloberstufe deckungsgleich?
Ließ/Lässt sich die Konzeption erfolgreich in die Schulrealitität übertragen?
Fragen, die einer Antwort bedürfen und mit denen sich die Schulleitung, die MSS- Leitung und in der Oberstufe unterrichtende Kolleginnen und Kollegen bereits beschäftigt haben und es weiterhin tun werden.
- Befragung der Schülerinnen und Schüler (Juli 2005)
- Befragung der Lehrkräfte (Juli 2005)
- Auswertung der Ergebnisse (September 2005)
- Diskussion der Ergebnisse am 10.10.2005 (Überprüfungskonferenz von N. Rutte)
Es wurden in der Konferenz zwei Modelle favorisiert, einerseits das bestehende, andererseits ein Modell, das sowohl von der Einwahl (Interessenlage des Sch.) als auch von der Organisation her Vorteile bietet, aber die im Konzept verankerte Profiloberstufe etwas aufweicht.
Beide Modelle wurden nochmals von Kleingruppen diskutiert/beurteilt (14.11.2005) und der Gesamtkonferenz am 28.11.2005 vorgelegt zur Entscheidung.
Die Profile Kultur und Ökologie bleiben erhalten. Nur das Profil Technik erfährt eine Veränderung (für 1 Jahr der Erprobung), die seine Attraktivität erhöhen soll.
LK Physik und LK Geschichte sind festgeschrieben, die interessierten Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, das 3.LK-Fach frei (soweit angeboten und realisierbar) zu wählen.
Die „Reanimation“ von Profiltagen in der SII ist vorbereitet. Vorhandene Materialien sind gesichtet, neue werden ggf. erstellt. In Absprache mit der MSS-Leitung wurde ein Organisationsrahmen entwickelt, der eine fruchtbare Profilarbeit ermöglicht
(Einsatz der SI-Lehrkräfte!) Im Rahmen einer dienstlichen Überprüfung am 08.12.2005 griff Frau Vera Klein diese Problematik auf. Mit den beteiligten Kolleginnen und Kollegen terminierte sie Profiltage für den April 2006 und suchte nach/diskutierte/fand Themen für diese Profiltage. Die Erfahrungen bzgl. dieser Profiltage fließen in die GeKo im Mai ein und werden dort ggf. als Bestandteil der
Arbeit in der Oberstufe festgeschrieben.
Zu 7. Eine-Welt-AG
Im Nachfolgeprozess zu unserer Unterstützungsaktion für die Flutopfer in Süd-Ost- Asien wurde eine AG gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, einen Kontakt zu einer Partnerschule im zentral betroffenen Gebiet an der Sri Lankischen Ostküste herzustellen. Mittelfristig ist geplant, mit dieser Schule eine feste Partnerschaft aufzubauen, über die zunächst materielle Hilfe geleistet werden soll. Langfristig wollen wir dann über Internetkontakte von Schülern zu Schülern zu einem interkulturellen Austausch kommen. Angedacht ist in diesem Kontext auch, uns um die Aufnahme in den Kreis der UNESCO-Projekt-Schulen zu bemühen.
Zu 8. Erstmals gibt es 2005 eine Kooperation mit dem „Unterhaus“ in Mainz, wo dieses Jahr (2005) unsere Schulproduktion „Backstreet Hard Beats“ aufgeführt wird. Beabsichtigt ist, dass unsere Theater-/Musical-/Musik-Leute jedes Jahr mit einem
Stück im „Unterhaus“- Programm vertreten sind.
Gitarrenunterricht ist fester Bestandteil des Musikunterrichts in der Klasse 6. Informationsveranstaltungen für Lehrkräfte (Einführung 08.09.2005) sowie die Anschaffung von 60 Gitarren sind erfolgreich abgeschlossen.
Zu 9. Die Steuerungsgruppe (SQP) hat diesen Problemkreis als Schwerpunkt für die nächsten Jahre festgelegt. Informations- und Materialbeschaffung (Internet, PZ- Infos, Mitarbeiter der Schul-Bibliothek, …) sowie eine schulinterne Fortbildung für die Fachgruppe Deutsch und weitere interessierte Lehrkräfte und Eltern am 17.10.2005 (Referentin Ingrid Nägele, Frankfurt) schaffen die Grundlage zur Arbeit hinsichtlich der Verbesserung der Lesekompetenz. (siehe Anlage: „Vorschläge zur Verbesserung der Lesekompetenz“)
Gleichberechtigt steht neben dem „Lesen als Selbstverständlichkeit“ das Motto „Lesen als glückhafte Erfahrung“, d.h., die Freude am Lesen wecken und fördern. Zu diesem Punkt wurde nach zusätzlichen/neuen Möglichkeiten gesucht, bereits Bewährtes, aber etwas in Vergessenheit Geratenes, soll wieder stärker in das Blickfeld von Lehrkräften und Schülern gerückt werden. Die Fachgruppe Deutsch sondiert ihre Stoffverteilung hinsichtlich des Schwerpunktes „Lesen“ und weist für die einzelnen Jahrgänge spezielle Arbeitsschwerpunkte aus, die auch in anderen Fächern geübt/angewendet werden sollen. Entscheidend ist die Mitarbeit aller Fächer! Die intensive Arbeit mit/an Sachtexten und Aufgabenstellung oder auch die Internetrecherche sind Beispiele dafür.
Ein „Lese-Tag für die Orientierungsstufe“ am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien mit vielfältigen Angeboten ist ein erster Schritt, Lesen wieder mehr in den Blickpunkt zu stellen.
Vergleichbare Aktionen sind auch für die höheren Jahrgänge geplant.
Zu 10. Die nachfolgende Übersicht zeigt, welche Fortschritte die Schule in diesem Bereich gemacht hat. Das Erreichte konsolidieren und Anstrengungen weiter zu intensivieren ist unser Ziel.
Stärkung der Naturwissenschaften in der Sek I
Unsere PISA-Ergebnisse wiesen ein geringfügiges „Defizit“ im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich aus.
Wir wollen eine tragfähige Basis schaffen für die naturwissenschaftlichen Profile in der Oberstufe. Die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen sollen diesen Mangel reduzieren bzw. einen Aufschwung im naturwissenschaftlichen Bereich unterstützen.
- AG „Naturwissenschaften (B/Ch)“ in Jahrgang 5/6
- AG „Naturwissenschaften (Ph/Ch)“ in Jahrgang 7/8
- AG „Energiesparen“ (Projekt 50:50)
- Teilnahme am Wettbewerb „Schüler experimentieren“ (6 überwiegend prämierte Arbeiten im Wettbewerbsjahr 2005)
- Wahlfach „Schülerinnen und Schüler experimentieren“ in 9/10
Naturwissenschaftliche Schwerpunkte in der Sek II
2 naturwissen- Technik: Ph + G + frei wählbaren 3. LK (in Erprobung, s.6.)
schaftliche Profile Ökologie: Ek + Bio + Ch
Facharbeiten Sehr ausführliches und gut fundiertes Referat mit starkem
Praxisbezug (ca. 15 Seiten)
Besondere Sehr aufwändige und u.U. fachübergreifend anzulegende
Lernleistungen Arbeit über ein ganzes Schuljahr mit überwiegend
naturwissenschaftlichen und technischen Aspekten
Verstärkte Anstrengungen im Fach Mathematik
Jahrg. Ziel Ergebnis
8 Landeswettbewerb Mathematik 3. Platz regional, Teilnahme am
Landesentscheid
6 Teilnahme „Känguru“ Teilnahme,
Ergebnisse eingeschickt
10 Teilnahme „Känguru“
SI Arbeitsgruppen zur Erstellung von Materialien und Aufgabenstellungen
entsprechend der Anforderungen der Bildungsstandards
Mitarbeit im Sinus-Projekt ab 2005/06 Effizienzsteigerung des Mathe- und
NaWi-Unterrichts
Zu 12. Ergänzungswünsche der Eltern zum Qualitätsprogramm der IGS Ingelheim (Ergebnisse der SEB-Sitzung am 28.04.2005)
(Anmerkung des Didaktischen Koordinators: Diese Ergebnisse wurden mit dem Schulausschuss diskutiert, der GeKo vorgelegt und finden ihren Niederschlag in den Arbeitsschwerpunkten, die die Steuerungsgruppe festgelegt hat.)
Seit Gründung der IGS im Jahr 1992 haben Schulleitung, Lehrer-Kollegium und Eltern dazu beigetragen, den Schülerinnen und Schülern der IGS ein hohes Maß an fachlicher, sozialer und kommunikativer Kompetenz mit auf ihren Lebensweg zu geben. Wir Eltern schätzen an der IGS insbesondere die Gleichwertigkeit von Fachlernen und Schlüsselqualifikationen.
Die sich wandelnden Lebens- und Arbeitsbedingungen aller am Schulleben beteiligten Gruppen erfordern eine entsprechende Anpassung der Lehr- und Lernsituation und des Schullebens.
Das vorliegende Qualitätsprogramm zeigt ausführlich den Stand der Umsetzung des Schulkonzeptes auf und bedarf unserer Meinung nach nur in wenigen Punkten der Ergänzung.
Kommunikation Eltern – Lehrkräfte
Über die beschriebenen Informationsabende hinaus ist es nötig, dass die Eltern bis zum Ende der 10. Klasse jederzeit einen Überblick über den Leistungsstand ihres Kindes haben. Hierzu gehört beispielsweise die verpflichtende Unterschrift unter die
Klassenarbeiten und die rechtzeitige Information der Eltern durch die Lehrer im Falle des Leistungsabfalls eines Kindes. Eine bessere Erreichbarkeit aller Lehrer, bsw. per E-Mail und/oder Telefon ist nötig, um eventuelle Probleme frühzeitig klären zu
können. Die Sprechstunden (auch für telefonische Rückfragen) können von vielen Eltern nicht genutzt werden, da sie am Vormittag liegen und somit in die Arbeitszeit der Eltern fallen.
Verbesserung der Qualität des Sportunterrichts und des Sport-AG-Angebotes
Die derzeitige Sporthallensituation an der IGS (kleine überlastete und sanierungsbedürftige Halle, permanente Überbelegung, Hallennutzung an anderen Schulen nur im Nachmittagsunterricht und nach entsprechenden Anfahrtszeiten) behindert seit Jahren die Durchführung eines qualitativ hochwertigen Sportunterrichts und lässt (fast) keinen Raum für ein breiteres Angebot an Sport-Arbeitsgemeinschaften. Schulleitung, Schulausschuss und Fachgruppe Sport sind in ständigem intensiven Kontakt zum Schulträger, um die Sportstättensituation zu verbessern.
Die Vorgaben des Ministeriums für die Überarbeitung des Qualitätsprogramms (inhaltliche Schwerpunkte) müssen auch für den Sportunterricht gelten.
Leider gibt es für den Sportunterricht keine Bildungsstandards, was uns aber nicht daran hindern sollte, die oben genannten Ziele und weitere in Absprache mit dem Fachbereich Sport für eine Verbesserung des Sportunterrichts ins Qualitätsprogramm aufzunehmen.
Einheitliche Regeln für alle am Schulleben beteiligten ( Arbeit des Schulausschusses)
Eine Überarbeitung der Haus- und Hofordnung erfolgt durch die Mitglieder des Schulausschusses. In einem demokratischen Prozess sollen die Grundsätzen für alle am Schulleben beteiligten entsprechend ihrer Position und Situation einheitlich geregelt und bei Regelverstoß mit klar definierten Sanktionen belegt werden. Ziel ist eine Vereinheitlichung von Regeln und Umgangsformen.
Die Unterrichtsqualität durch Vergleichsarbeiten transparent machen
Das Qualitätsprogramm soll eine Aussage zur Durchführung von schulinternen Vergleichsarbeiten enthalten (Zeitintervall, Fachbereich, Klassenstufe) sowie eine Berichterstattung an den SEB und Lösungsvorschläge zur Leistungsverbesserung bei auffällig schlechtem Abschneiden einzelner Klassen.
Qualität durch Zufriedenheitsbefragungen messen
Die Zufriedenheit von Schüler/innen Lehrer/innen und Eltern ist unter anderem ein wichtiger Indikator für die Qualität. In einer zufriedenen Schulgemeinschaft ist mehr Engagement, mehr Bereitschaft zum Beschreiten neuer Wege und eine bessere Kommunikation der Beteiligten untereinander zu erwarten. Wir denken, dass gerade an der IGS die Zufriedenheit bereits sehr hoch ist. Dennoch kann es Bereiche geben, die verbesserungswürdig sind. Um diese herauszufinden sollen Zufriedenheitsbefragungen mit professioneller Unterstützung durchgeführt werden. Eine entsprechende Zielsetzung (Befragung von Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern sowie Auswertung im Laufe der nächsten zwei Jahre) sollte ins Qualitätsprogramm aufgenommen werden.
Zu 13. Die Schülervertretung stellt im Großen und Ganzen das Bindeglied zwischen Schüler- und Lehrerschaft dar. Es vertritt die Interessen der Schüler und dient als Ansprechpartner bei Konflikten oder Problemen. Über die formal-rechtlich festgelegten Aufgaben und die politische Funktion hinaus beteiligt es sich auch mit diversen Aktionen bei der Erhaltung/Verbesserung des Schulklimas.
Im Rahmen der jährlich stattfindenden SV-Fahrt nach Winterburg werden aktuelle Probleme besprochen, Lösungen gesucht und weiter führende Arbeiten gestartet, z.B. die Ausarbeitung eines Schulklima-Fragebogens. Ein solcher Fragebogen soll eventuell im nächsten Schuljahr über die Tutoren an die Schülerinnen und Schüler gegeben werden. Auch die Lehrkräfte und Eltern sollen in die Befragung mit einbezogen werden.
Ziele für die nächsten beiden Jahre:
- Sitzgelegenheiten im „Dürer-Hof“ und Verschönerung von Wegen und Gebäuden
- Organisation von regelmäßigen Sportveranstaltungen am Nachmittag
Problem: Einjährige Amtszeit der SV-Vertreter, Wechsel/Übergabe an neues Team erschwert verbindliche Planung und Umsetzung solcher Vorhaben.
Zu 14. Bildungsstandards
Unsere Schule hat wie folgt auf die verbindliche Einführung von Bildungsstandards und Erwartungshorizonten reagiert:
- 2 Studientage (allgemeine Infos und von externen Referenten betreute Fach bezogene Einweisung bzw. Arbeit an der Erstellung von Unterrichtsmaterialien und Aufgaben)
- Veränderung der Konferenzstruktur zugunsten von fachspezifischen Arbeitsgruppen, d.h., dass die Zahl der Teamsitzungen zu Gunsten von Fachgruppenarbeit reduziert wurde.
- Veränderung von Klassenarbeiten mit dem Ziel, z.B. im Fach Englisch Sprachkompetenz intensiver zu vermitteln und diese dann auch im Sinne einer Klassenarbeit abzuprüfen.
- Ähnliches gilt für einzelne Wahlpflichtfächer. Im Fach Angewandte Kunst werden Werkstücke als KA gewertet, ebenso z.B. Powerpoint-Präsentationen im Fach CIT.
An den für fachliche Arbeit vorgesehenen Terminen treffen sich Kleingruppen aus den „Standardfächern“, um die Umsetzung der Standards inhaltlich und methodisch in Gang zu bringen. (s.o., KA der Fachgruppe Englisch)
Die Zusammensetzung der Gruppen ist nicht mehr variabel. Viele Lehrkräfte unterrichten zwei „Standard-Fächer“. Es hat sich als nicht sinnvoll erwiesen, zwischen Fächern und Jahrgängen zu wechseln und eigenen Interessen (Unterrichtseinsatz) zu folgen. Die Festlegung auf die Mitarbeit in nur einem Fach bewirkt eine größere Kontinuität und Professionalität. Die Ergebnisse werden allen Fachgruppenmitgliedern vorgestellt und ggf. für die Nutzung im Unterricht ausgehändigt sowie zentral (bei der Didaktischen Koordination) archiviert.
„Nicht-Standard-Lehrkräfte“ haben den Auftrag, innerhalb ihrer Fachbereiche die Stoffverteilungen hinsichtlich einer intensiveren methodischen Arbeit zu überprüfen und ggf. zu überarbeiten. Zumindest für das kommende Schuljahr 2005/2006 wird diese Regelung beibehalten.
Die für die Arbeit an/mit Standards benötigten Termine/Treffen müssen unbedingt gewährleistet werden. Dabei ist zu beachten, dass alle 6 „Standard-Fächer“ zu ihrem Recht kommen. Fächerüberschneidungen (z.B. Bio-Chemie oder Mathe- Physik) werden so aufgefangen, dass für jedes Fach zumindest eine feste Arbeitsgruppe besteht, die sich mit der Umsetzung der Standards befasst. Die
Ergebnisse dieser AG müssen allen Fachgruppenmitgliedern vermittelt werden.
Die dafür benötigte Organisationsstruktur wurde mit den Fachvorsitzenden besprochen und den Fachgruppen vor den Sommerferien 2005 mitgeteilt.
Bildungsstandards – aktuelle Situation in den Fachgruppen
Deutsch: Die Anpassung vorhandener Lehrwerke bzw. Überprüfung neuer Lehrwerke hinsichtlich ihrer Kompatibilität zu den Standards ist seit mehreren Jahren ein Schwerpunkt der Arbeit in der Fachgruppe. Darüber hinaus werden für die Orientierungsstufe gemeinsame Unterrichtsreihen, Klassenarbeiten und Bewertungsraster ausgearbeitet. Parallel dazu sollen individuelle Fördermaßnahmen entwickelt werden ( Verbesserung der Lesekompetenz).
Die Stoffpläne sind bearbeitet, wobei die durch die eingeführten Lehrwerke gestützten methodischen Schwerpunkte (Schüleraktivierung, EVA, ..) des Faches Deutsch in den Zuschnitten der Unterrichtseinheiten berücksichtigt sind (siehe Anlage: „Stoffverteilung Deutsch“).
Englisch: Das Lehrbuch für die Orientierungsstufe berücksichtigt bereits sehr stark die Forderungen aus den Bildungsstandards. Somit konzentrierte sich die Arbeit auf die Erstellung von verbindlichen Materialien zur Verbesserung der kommunikativen Kompetenz für die Jahrgänge 7-10.
Jahrgang 7: Sightseeing Jahrgang 8: Airport
Jahrgang 9: Career interviews Jahrgang 10: Controversial Topics
(Materialien zur Verbesserung der kommunikativen Kompetenz liegen vor)
Die Erfahrungen beim Ersteinsatz wurden besprochen, Änderungen/ Verbesserungen werden beim Einsatz im Schuljahr 2005/2006 berücksichtigt.
Mathematik: Die Anpassung vorhandener Lehrwerke bzw. Überprüfung neuer Lehrwerke hinsichtlich ihrer Kompatibilität zu den Standards ist ein Schwerpunkt der Arbeit in der Fachgruppe.
Der neue Lehrplanentwurf Orientierungsstufe berücksichtigt die Anforderungen bzgl. der Standards, er wurde bereits auf unsere Arbeitssituation übertragen.
Kleingruppen beschäftigen sich mit der Erarbeitung von entsprechenden Unterrichtsreihen und Materialien für die einzelnen Jahrgangsstufen. Dabei geht es um die Verknüpfung von Lehrplan und Bildungsstandards. Eine Gruppe
bearbeitet das Thema Stochastik (Leitidee 5: Daten und Zufall) als Spiralcurriculum für die Jahrgangsstufen 5 bis 10. (siehe Anlage: „Stoffverteilung Mathematik“)
Die SINUS-Tranfer-Gruppe, insgesamt 7 Mathe-Lehrkräfte, beschäftigt sich mit den Bereichen „Sichern von Grundwissen“ (Ziel: erstellen eines Grundwissen-Kataloges) sowie „Einsatz offener Aufgaben“ (Erprobung von und Rückmeldung über Aufgaben)
und nimmt an den regelmäßigen regionalen Treffen teil.
Während die Arbeiten in den Hauptfächern schon weit voran geschritten sind, müssen die Anlaufprobleme in den Naturwissenschaften noch überwunden werden. Problematisch ist hier z.B. die unterschiedliche Belegung von
Fachbegriffen seitens der verschiedenen Fächer! Hier muss zunächst Klarheit geschaffen werden, damit eine konstruktive Arbeit, besonders hinsichtlich der interdisziplinären Vernetzung von Wissen und Fähigkeiten, möglich wird.
Interdisziplinäre Absprachen, wer welches Thema bearbeitet (z.B. „Auge“: Physik oder Bio?), sind zu leisten, bevor inhaltlich gearbeitet werden kann.
Die NaWi-Fachvorsitzenden einigten sich darauf, zunächst die Themenbereiche des Jahrgangs 8 zu bearbeiten, da am Ende dieses Jahrgangs die Einstufung in die 3er- Differenzierung erfolgt. Regelmäßige Treffen aller Lehrkräfte der naturwissenschaftlichen Fächer dienen den Absprachen, der Entwicklung und Diskussion von Ideen zur Stärkung des naturwissenschaftlichen Schwerpunktes.
Für die Fachgruppe Chemie sieht das wie folgt aus:
Alle Lehrkräfte des Jahrgangs 8 arbeiten inhaltlich und methodisch parallel bis hin zu identischen Versuchsanordnungen mit Protokollierung.
Sie versuchen die Umsetzung der Standards und überprüfen anhand einer gemeinsam erstellten Lernziel-/Kompetenz-Kontrolle, inwieweit die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs erfolgreich gearbeitet haben.
Die Fachgruppe Biologie bereits hat eine Verbindung der Inhalte des Stoffverteilungsplanes mit den Kompetenzen der Standards hergestellt.
Einem Antrag auf einen Projekttag für die 8.Klassen wurde seitens der Schulleitung zugestimmt. Dieser Tag dient dazu, an verschiedenen Stationen experimentell zu arbeiten und Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens zu erwerben und zu
trainieren.
Die Fachgruppe Physik beschäftigte sich mit der Umsetzung der Standards in Jahrgang 8 zum Thema „Mechanik“. Die Ideen werden nun erprobt und ggf. überarbeitet. In den weiteren Arbeitsphasen werden jeweils Halbjahrespläne aktualisiert/angepasst.
Die im QP ausgewiesenen Arbeitsschwerpunkte beeinflussen auch die Fortbildungsplanung. Unsere Fortbildungsschwerpunkte werden sein:
- Bildungsstandards
- Lesekompetenz
- Darstellendes Spiel
- Naturwissenschaften
- Ethik/Philosophie
Eine Übersicht bzgl. der genutzten Fortbildungsmaßnahmen seitens der Mitglieder des Kollegiums zeigte, dass im vergangenen Schuljahr
- nur rd. 40% Angebote nutzten und nur zwei Kolleginnen die erlaubten Fortbildungstage komplett beanspruchten.
- nur ganz selten Anträge auf Fortbildungsmaßnahmen zu „nicht in unsere Schwerpunkte passenden Veranstaltungen“ eingereicht wurden.
Schulinterne Fortbildung wird von SEB und Förderverein massiv unterstützt.
Die Schulleitung initiiert die Teilnahme an „sinnvollen“ Veranstaltungen durch persönliche Ansprache und Information.
Qualität von Unterricht hat nicht nur die inhaltliche und methodische Komponente. Oftmals kommt es zu Unterbrechungen der Unterrichtskontinuität, was seitens eines großen Teils des Kollegiums als Mangel beschrieben wurde.
Eine organisatorische Maßnahme zur Sicherung von Unterrichtskontinuität sind die seit Schuljahr 2004/2005 eingeplanten Kernwochen. Während dieser Kernwochen sind (fast) keine „Außenkontakte“ (z.B. Exkursionen, Unterrichtsgänge, Besuch von externen Experten, …) erlaubt, d.h., dass alle Schülerinnen und Schüler ganz sicher Unterricht haben. Gerade die starke Differenzierung führte früher dazu, dass ständig Teilgruppen aus dem normalen Unterrichtsgeschehen wegen externer Aktivitäten heraus genommen waren und somit der Unterricht der Restgruppe massiv beeinträchtigt wurde. Eine Schule wie unsere, die diese vielfältigen Außenkontakte als Teil ihres Erziehungs- und Bildungsauftrages sieht, braucht Kernwochen, die ein „störungsfreies“ Arbeiten ermöglichen.
Die Mitglieder der Steuerungsgruppe (s.u.) treffen sich monatlich, um die Arbeit weiter zu führen, d.h., Anstöße zu geben, Konzepte zu entwickeln und im Rückblick Aktionen zu diskutieren. Sie stehen in ständigem Kontakt mit allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft.
Die Sitzungsergebnisse werden dem Kollegium, der Elternschaft (SEB) und den Schülerinnen und Schülern über die SV als Protokoll vorgelegt und am Info-Brett zentral ausgehängt.
Ingelheim, 10.11.2005
Leiter der Steuerungsgruppe: Bruno Weber, Didaktischer Koordinator
Eltern: Frau Schott, Herr Holub, Herr Schmidt
Schüler: David Albert, Florian Zimmermann
Kollegium: Frau Lambinus, Frau Klein, Herr Berkessel
freie Mitarbeiter: Frau Maneke, Frau Dietz, Frau Bünneke-Rock,
Herr Rutte u.a.