Studientag Rechtsextremismus

(Kommentare: 0)

Die IGS „Kurt Schumacher“ Ingelheim an der Fridtjof-Nansen-Akademie

Die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen der Integrierten Gesamtschule "Kurt Schumacher" Ingelheim nahmen im Dezember an einem "Studientag gegen Rechtsextremismus im Alltag" teil. Als erste Schule in Rheinland-Pfalz, die sich dem Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule  mit Courage" anschloss, hat es sich die IGS zur Aufgabe gemacht, Diskriminierungen jeglicher Art entschieden entgegen zu treten. In den Räumen der Fridtjof-Nansen-Akademie Ingelheim verbrachten die Jugendlichen unter fachkundiger Anleitung von Referenten aus unterschiedlichen Institutionen einen ganzen Tag, an dem sie sich mit den Gefahren rechtsextremer Propaganda auseinandersetzten.

Fragt man 15-Jährige, welche Bedeutung Musik für sie hat, so wird schnell klar, dass dies ein Weg ist, auf dem Neonazis und rechtsextreme Parteien versuchen, ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten. Einer von fünf Workshops an diesem Tag hatte denn auch rechtsextremistische Musik zum Thema. Die Warnung vor sog. Schulhof-CDs, aber auch eine Anleitung, was man tun kann, wenn man auf youtube auf rassistisches Liedgut stößt, waren hier das Ergebnis der Arbeit.

Die Missachtung der elementaren Menschenrechte während der Hitler-Diktatur vor allem in Konzentrationslagern wie Auschwitz, aber auch bei uns um die Ecke in Osthofen, und die Folgen für die Überlebenden standen im Mittelpunkt eines weiteren Workshops. Den Jugendlichen wurde verdeutlicht, dass die Weltanschauung vieler Rechtsextremer heute auf diesem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte beruht.

Diskriminierung in Fußballstadien, rechtsextremistische Symbole und Rechtsextremismus im Internet waren weitere Arbeitsthemen des Tages. Sowohl in der realen, als auch in der virtuellen Welt begegnen Jugendliche diesem menschenverachtenden Gedankengut. Ziel des Studientages war es aufzuklären und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man sich dem entgegen stellen kann.

Die im Mai 2008 von der Landesregierung unterzeichnete Erklärung "Keine Toleranz gegenüber Intoleranz" ist auch nach über sieben Jahren aktuell und wichtiger denn je. Pegida schürt Ängste und diskriminierende Parolen werden ganz offen auf Demonstrationen ausgesprochen. Beinahe täglich gibt es Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte überall in Deutschland - auch in Rheinland-Pfalz. Gerade junge Menschen müssen gewappnet werden, müssen die Werte unserer freiheitlichen Grundordnung kennen, ihr Demokratiebewusstsein stärken und Zivilcourage lernen.

Zurück

Einen Kommentar schreiben