Autorin Manuela Martini zu Gast an der IGS

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„Mete bab ou alatranp – Prepare for what is coming“ – so lauten die mysteriösen Worte, auf die Hanna Goulding im Tagebuch ihrer Mutter und auf der geheimnisvollen Insel trifft – und mit diesen Worten zog die aus Mainz stammende Jugendbuchautorin Manuela Martini auch unsere SchülerInnen der 11. Jahrgangsstufe in ihren Bann. Am vergangenen Montag waren Schüler und Lehrer eingeladen zu einer eineinhalbstündigen Lesung von Manuela Martini, die aus ihrem neu im Arena-Verlag erschienenen Jugendthriller „Die Insel“ vorlas.

In dem Roman geht es um 18jähriges Mädchen, das als Backpacker einen zunächst traumhaft scheinenden Job auf einer Perlenfarm mitten im Pazifik annimmt und dabei auf ihre eigene Vergangenheit und die Geheimnisse der nicht mehr ganz so traumhaften Insel stößt. Realität und Traum, Gegenwart und Vergangenheit scheinen dabei immer wieder zu verschwimmen, so dass man sich die von der Autorin bewusst hervorgerufene Frage stellt, ob es nur diese eine Wirklichkeit gibt oder doch mehrere?

Manuela Martini wurde 1963 in Mainz geboren und studierte Geschichte und Literaturwissenschaften. Bevor sie zum Schreiben kam, war sie als Produktionsassistentin im Filmgeschäft tätig. Längere Aufenthalte in Australien, die wohl ihrer Lust „am Abenteuer und auf die große, weite Welt“ geschuldet waren, brachten sie auf die Idee, einen historischen Roman mit dem Titel „Das Leuchten der purpurnen Berge“ (erschienen bei Lübbe) zu schreiben. Ebendort spielt auch die von Martini entwickelte Krimireihe um Sergeant Shane O‘ Connor. „Die Insel“ ist bereist ihr sechster bei Arena erschienener Thriller für Jugendliche; eine Fortsetzung der „Insel“ wird im Herbst erscheinen.

Nach einem gelungenen Einstieg mit einem filmischen Trailer darüber, wie es zu diesem Buch kam, las Frau Martini aus ihrem neusten Buch vor. Die Zuhörer, etwa gleichaltrig mit der Protagonistin, lauschten den Verwicklungen der Geschichte aufmerksam. In der anschließenden Gesprächsrunde nahm sich Frau Martini viel Zeit, um die Fragen ihres jungen Publikums rund ums Thema „Schreiben“ zu beantworten. Dabei gab sie auch die eine oder andere Anekdote zum Besten, etwa jene, wie sie der tauben Großmutter schon als kleines Mädchen ihre Sommerferienerlebnisse mit viel Phantasie ausschmückte und aufschrieb. Auch handfeste Tipps fürs eigene Schreiben, beispielsweise wie man passende Namen für Figuren findet oder sich in Figuren hineinfühlen kann, konnte Manuela Martini den interessierten Schülern vermitteln – und bestärkte uns Deutsch- und DS-Lehrer nebenbei in der Anwendung der Methode „Rollenbiographie“.

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen einer freien Autorin, die juristische Seite der Autorenschaft, ebenso wie die Arbeit am entstehenden Werk mit Recherchen, Reisen, Verhandlungen mit dem Verlag und den Lektoren, konnte Frau Martini eindrucksvoll schildern.

Mit dem Überreichen zweier unter der Palme signierter Exemplare der „Insel“ endete die Schullesung in der neu erbauten Bibliothek der IGS, die mit diesem Ereignis eine schöne Einweihung erfahren durfte.

 

Petra Matheis

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